Knusper Knusper Brötchen

Draussen ist es schon richtig kalt und grauslich…da will man sich beim Läuten des Weckers am finsteren Morgen einfach wieder in die Decke einrollen und weiterschlafen und nach der Arbeit nur schnell ins warme Zuhause.

aufstehn

Ich könnte euch jetzt predigen: NEIN! Geht raus, trefft euch mit Freunden, macht Sport, geht ins Kino, putzt eure Wohnung, etc.

 

Aber das tue ich nicht. Ich rate euch nämlich inständig, dieses tolle Brot nachzubacken, weil es so unheimlich lecker ist und unglaublich einfach zu machen (aber leider sehr zeitintensiv). Also damit ihr morgen dieses Brot essen könnt, stellt ihr euch bitte heute ca. 2 Minuten in die Küche. Bitte – danke! Ihr werdet es nicht bereuen.

 

Der fleißige Food Blog-Leser unter euch hat es bestimmt schon gelesen/gehört/gesehen oder gar selbst gebacken (dann gratuliere ich euch, denn ihr wart schneller als ich). Für die, die es aber nicht kennen (und können) – bitte hier weiterlesen:

 

Wir machen heute ein NO-KNEAD-BREAD (was soviel heißt wie „NEIN-KNETEN-BROT“ 😉 – also ein Brot, das ihr nicht ewig kneten müsst, aber trotzdem außen knusprig und innen total weich wird 🙂 Und so einfach, ihr werdet es nicht glauben, wenn ihr am Ende euren warmen und knusprigen Laib Brot in den Händen hält (aber bitte, ein wenig Auskühlen lassen zuvor 😉 )

 

Ihr braucht für einen kleinen Laib (reicht für ca. 3-4 Personen zum Frühstück):

  • 400g Mehl (ich habe [am Samstag] Dinkelmehl verwendet und [Sonntag] Vollkornweizenmehl [beides Hofer])
  • 300g lauwarmes Wasser
  • 9g Salz
  • 1g Trockengerm (Trockenhefe)
  • eine ofenfeste Form mit Deckel (alternativ ein ofenfester Kochtopf, kann zur Not auch (wie bei mir) mit Alufolie abgedeckt werden)

 

1. Zuerst löst ihr die Hefe in dem lauwarmen Wasser auf (ich verrühre mit einem Schneebesen) bis alles schön aufgelöst und trüb ist.

2. Dann gebt ihr das Salz und die Hälfte des Mehls dazu und rührt mit einem Kochlöffel alles (halbwegs) glatt (so dass keine Mehl“löcher“ mehr vorhanden sind.

3. Habt ihr das erledigt gebt ihr das restliche Mehl dazu und rührt es zusammen (ca. 1 Minute)

 

Und ja, jetzt kommt der Haken an der ganzen Geschichte:    d i e   R u h e z e i t .

 

12-18h lasst ihr euer Brot nun zugedeckt bei Zimmertemperatur stehen, so dass es schön „wachsen“ kann (am besten wohl über Nacht 😉 )

4. Habt ihr diese elendig lange Zeit brotlos überwunden könnt ihr euren aufgegangenen Teig bewundern und ihn auf eure bemehlte Arbeitsfläche stürzen. Dann klappt ihr ein paar Mal den Teig von außen nach innen, so ca. 5, 6 Mal sollte reichen, damit er Spannung erhält.

 

Uuuuuund hier der zweite Haken: nochmal ca. 2h ruhen lassen… (sorry, sorry, aber wie gesagt, ihr werdet es nicht bereuen 😉 ). Gebt den Teig zum Ruhen in eine Form, die ihr mit Öl eingepinselt habt, damit er nicht anklebt.

Sind die zwei Stunden fast um  heizt ihr euren Backofen auf 250° (Ober- und Unterhitze) vor und gebt auch schon euren Topf/eure ofenfeste Form ins Rohr, so dass diese auch heiß wird. Hat euer Backofen die Temperatur erreicht nehmt ihr den Topf/die Form heraus (ACHTUNG: HEISS!!! [dass man das immer noch dazusagen muss…also wirklich… 😀 ] ). In die Form stürzt ihr nun euer Brot und gebt den Deckel/die Alufolie drauf. Und nachdem wir jetzt schon so ewig gewartet haben, lassen wir das Brot 30 Min. im Rohr. Nach diesen 30 Minuten nehmen wir dann den Deckel/die Folie runter und stellen unseren Handytimer nochmal auf 15 Minuten.

 

So. Jetzt ist es aber wirklich fertig…!

Ja, jetzt ist euer Brot fertig und sieht hoffentlich total superknusprig und zum Reinbeißen aus:

9102016151050

Also wenn das die Wartezeit (in der ihr ja nichts tun müsst, außer warten…auch nicht ins Fitnessstudio oder Wohnung putzen oder so!) nicht wert ist…dann verpasst ihr echt was. 🙂

 

Na dann, gutes Gelingen! 🙂  und vielleicht wäre ein bisserl Sport während der Ruhezeit ja wirklich nicht schlecht…das Brot macht nämlich süchtig 😉

 

Eure Claudia

 

 

In eigener Sache…

„Plötzlich wieder da und aktiv? Wo warst du?“ – fragt ihr euch? Ich könnte euch jetzt vorjammern, wie stressig die letzten Monate waren, was ich nicht alles zu tun hatte (und habe) und Versprechungen abgeben, dass ich jetzt wieder regelmäßig bloggen werde, aber nein, das mach ich nicht. #sorrynotsorry

Take a nap!

Ehrlich?

 

Ich war faul und hatte einfach keine Lust zu bloggen und wenn ich es nicht mit Spaß mache, dann leidet die Qualität (ihr kennt das…). Also lieber Qualität, statt Quantität – wie man so schön sagt. Ich freue mich natürlich unheimlich, wenn ihr wieder regelmäßig reinschaut und vielleicht sogar einen Kommentar da lasst, aber wie oft und wann und wie und was kommen wird, das weiß ich selber nicht 🙂